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Wanderratte: Ratten erkennen und fachgerecht bekämpfen

Kurz beantwortet: Fast alle Ratten, die in Deutschland an Häusern, Komposthaufen und in der Kanalisation leben, sind Wanderratten. Sie sind vorsichtig, nachtaktiv und vermehren sich schnell, deshalb reicht eine einzelne Falle so gut wie nie. Ein Befall gehört in fachkundige Hände: Köder dürfen nur gesichert ausgelegt werden, und in vielen Kommunen sind Grundstückseigentümer verpflichtet, Ratten bekämpfen zu lassen. Wir übernehmen das für Sie und kümmern uns auch darum, dass die Tiere nicht wiederkommen.

Wanderratte Wanderratte, Detailaufnahme

So erkennen Sie die Wanderratte

  • Größe: Kopf und Rumpf werden etwa 20 bis 27 cm lang, der Schwanz ist etwas kürzer als der Körper. Ausgewachsene Tiere sind kräftig gebaut und deutlich schwerer als eine Maus.
  • Aussehen: graubraunes Fell auf dem Rücken, hellgraue Unterseite, stumpfe Schnauze und eher kleine, behaarte Ohren.
  • Kot: walzenförmige Kotstücke von etwa 1,5 bis 2 cm Länge, oft gehäuft an festen Stellen. Hausmauskot ist mit rund einem halben Zentimeter viel kleiner.
  • Spuren: ausgetretene Laufpfade im Rasen, Erdlöcher unter Terrassen, Gehwegplatten oder Schuppen, dunkle Schmierstreifen an Wänden und Rohren, angenagte Holzkanten und Kunststoffteile.
  • Hausratte zum Vergleich: Die Hausratte ist schlanker, hat eine spitzere Schnauze, große, fast nackte Ohren und einen Schwanz, der länger als ihr Körper ist. Sie klettert gern und lebt eher auf Dachböden. In Deutschland ist sie selten geworden.
  • Junge Ratte oder Maus? Jungtiere werden oft für Mäuse gehalten. Ein großer Kopf, große Füße und ein dicker Schwanz deuten auf eine Ratte hin. Mehr zum Unterschied lesen Sie bei der Hausmaus.

Wo Ratten in Wiesbaden und im Taunus auftauchen

Wanderratten folgen dem Menschen überall dorthin, wo sie Futter und Deckung finden. In Städten wie Wiesbaden oder Mainz ist die Kanalisation ein wichtiger Lebensraum, von dort gelangen die Tiere über defekte Hausanschlüsse in Keller und manchmal sogar bis in die Toilette. In den Orten im Taunus sehen wir Ratten häufig an Komposthaufen, Hühnerställen, Vogelfutterstellen und in Nebengebäuden.

Ratten sind das ganze Jahr aktiv. Im Herbst und Winter rücken sie näher an die Gebäude heran, weil draußen das Futter knapp wird. Ein Weibchen kann mehrmals im Jahr Junge bekommen, so wächst ein Bestand unbemerkt heran.

Typisch ist ihre Vorsicht gegenüber allem Neuen: Unbekanntes Futter und neue Gegenstände meiden sie zunächst. Deshalb braucht eine Bekämpfung Geduld und Erfahrung.

Welche Gefahren von Ratten ausgehen

  • Krankheiten: Ratten können über Kot, Urin und Bisse Erreger übertragen, etwa Leptospiren oder Salmonellen. Auch Haustiere können sich anstecken.
  • Vorräte: Lebensmittel und Futter, an die Ratten gelangt sind, sind verunreinigt und nicht mehr verwendbar.
  • Bauschäden: Ratten untergraben Fundamente und Pflaster, nagen an Kabeln, Rohrisolierungen und Dämmung und beschädigen Abwasserleitungen.

Was Sie selbst tun können – und was es schlimmer macht

Sinnvoll:

  • Keine gekochten Speisereste, kein Fleisch und kein Brot auf den Kompost geben.
  • Vogelfutter sparsam und nur in Futtersäulen anbieten, heruntergefallene Körner aufsammeln.
  • Mülltonnen geschlossen halten und Gelbe Säcke erst am Abfuhrtag hinausstellen.
  • Gerümpel in Schuppen und Kellern aufräumen, Kellerfenster mit stabilem Gitter sichern.
  • Essensreste nie über Toilette oder Spüle entsorgen.

Das macht es schlimmer:

  • Giftköder offen hinlegen. Rodentizide gegen Ratten sind für Privatleute stark eingeschränkt, und ungesicherte Köder gefährden Kinder, Hunde, Katzen und Greifvögel.
  • den Befall verschweigen. In vielen Kommunen müssen Eigentümer einen Rattenbefall melden oder bekämpfen lassen, und Nachbarn haben oft dasselbe Problem.
  • Ratten mit bloßen Händen anfassen, auch nicht tote Tiere.

So gehen wir vor

  1. Befallsprüfung: Wir suchen Baue, Laufwege und Spuren auf dem ganzen Grundstück und klären, woher die Tiere kommen, zum Beispiel aus der Kanalisation.
  2. Ursachen abstellen: Wir zeigen Ihnen Futterquellen und Zugänge und sagen Ihnen, was sich baulich verbessern lässt.
  3. Bekämpfung: Wir setzen Fallen oder zugelassene Köder ein – Köder nur in verschlossenen, gesicherten Köderboxen und nur so lange wie nötig.
  4. Nachkontrolle: Wir kontrollieren die Stationen in regelmäßigen Abständen, entfernen Restköder nach Abschluss und beraten Sie zur Vorbeugung. Für Hausverwaltungen und Betriebe ist auch eine dauerhafte Überwachung möglich.

Häufige Fragen

Muss ich einen Rattenbefall melden?

Das regelt jede Stadt und Gemeinde selbst. In vielen Kommunen sind Grundstückseigentümer verpflichtet, Ratten bekämpfen zu lassen oder den Befall zu melden. Fragen Sie im Zweifel beim Ordnungsamt nach – wir helfen Ihnen gern bei der Einordnung.

Warum fressen die Ratten den Köder nicht?

Ratten sind misstrauisch und testen Neues zuerst in kleinen Mengen. Gibt es in der Nähe reichlich anderes Futter, lassen sie Köder links liegen. Deshalb gehört das Abstellen der Futterquellen immer dazu.

Was kostet eine Rattenbekämpfung?

Entscheidend sind Größe des Grundstücks, Stärke des Befalls und die Zahl der Kontrolltermine. Mehr dazu auf unserer Seite Kosten der Schädlingsbekämpfung.

Ratten am Haus oder im Keller? Wir prüfen den Befall, bekämpfen ihn sicher und helfen Ihnen, neue Ratten fernzuhalten – in Wiesbaden, Taunusstein und im Rhein-Main-Gebiet.
Telefon: 0611 / 58 01 98 32 oder 06128 / 60 96 118 (Mo–Fr 8–16 Uhr) · Anfrage per Formular